Kleinbetragsrechnungen: Jetzt bis 250 Euro zulässig!

Moritz Buhl

Bei den sogenannten Kleinbetragsrechnungen schauen Finanzamtsprüfer etwas weniger genau hin. Einige der zahlreichen Rechnungs-Pflichtbestandteile müssen nicht enthalten sein. So sind die Informationen über den Rechnungsempfänger und das Leistungsdatum entbehrlich. Auch die Rechnungsnummer und die Steuernummer des Ausstellers sind keine Pflicht.

Anachronistischer Grenzwert

Allerdings passte die bisherige 150-Euro-Grenze schon lange nicht mehr in die Geschäftslandschaft: Wegen der schleichenden Inflation wurde der Betrag oft schon bei Alltagsgeschäften überschritten. Typisches Beispiel: Wenn du einen Lieferwagen oder ein anderes Fahrzeug mit einem großen Benzintank hast, gefährdet ein einfacher Kassenbeleg unter Umständen den Vorsteuerabzug – selbst dann, wenn du bloß tankst und keine anderen Waren einkaufst.

Abgesehen davon: Entscheidend ist immer der Gesamt-Rechnungsbetrag. Auf den Wert der einzelnen Position(en) kommt es nicht an!

Die gute Nachricht: Durch das „Zweite Bürokratieentlastungsgesetz“ wurde der Grenzwert für Kleinbetragsrechnungen kürzlich von 150 Euro auf 250 Euro angehoben. Und das sogar rückwirkend zum 1. Januar 2017! Derzeit findet sich in § 33 Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung noch der alte Grenzwert:

UTsDV33

Die Anhebung ist aber bereits in Kraft getreten. Gegenüber der zwischenzeitlich geplanten mageren Erhöhung um nur 50 Euro kann sich der neue Grenzwert zwar sehen lassen. Dass er in Österreich schon seit Jahren bei 400 Euro liegt, zeigt jedoch einmal mehr, dass hierzulande in Sachen Bürokratieentlastung noch reichlich Luft nach oben ist.

invoiz Screenshot

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Unverändert: Pflichtbestandteile von Kleinbetragsrechnungen

Vom erhöhten Grenzwert einmal abgesehen, ist alles beim Alten geblieben: Die 250-Euro-Grenze ist nach wie vor ein Bruttobetrag – also inklusive Umsatzsteuer (= Mehrwertsteuer). Bei Rechnungen, die den Gesamtbetrag von nunmehr 250 Euro nicht übersteigen, genügen weiterhin die folgenden Angaben:

  • Name und Anschrift des Rechnungsausstellers („leistender Unternehmer“),
  • Ausstellungsdatum,
  • Art und Anzahl der gekauften Produkte und Dienstleistungen,
  • Gesamtbetrag inklusive Umsatzsteuer (= Mehrwertsteuer),
  • der Steuersatz (oder Grund einer eventuellen Steuerbefreiung).

Wenn du das nächste Mal für dein Unternehmen einkaufen gehst, schau doch einfach mal nach, ob der Kassenzettel auch wirklich die genannten Mindest-Informationen enthält. Bei elektronischen Kassenbelegen ist das in der Regel der Fall.

Wenn du jedoch eine handschriftliche Quittung bekommst, ist ein kritischer Blick immer eine gute Idee. Sicher: Die finanziellen Folgen einer einzelnen vom Finanzamt nicht anerkannten Kleinbetragsrechnung halten sich in Grenzen. Doch auf mehrere Jahre gesehen kann durchaus spürbarer Schaden entstehen. Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, sich nachträglich eine korrigierte Rechnung ausstellen zu lassen. Das macht aber viel Arbeit und bleibt oft erfolglos – etwa, weil der Aussteller sich weigert oder sein Geschäft aufgegeben hat.

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Keine Sorge: Wenn du deine eigenen Rechnungen mit invoiz schreibst, sind von vornherein alle Pflichtangaben enthalten:

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