Gewinnrückgang? Einkommensteuer-Vorauszahlungen anpassen!

Moritz Buhl

Hast du schon deinen Einkommensteuerbescheid für das Jahr 2016 bekommen? Aus diesem Bescheid gehen auch die korrigierten Einkommensteuer-Vorauszahlungen für das laufende Jahr und die vorläufigen Vorauszahlungen für 2018 hervor.

Berechnungsgrundlage sind dein Einnahmenüberschuss sowie deine anderen Einkünfte des Jahres 2016 – unter Umständen auch die eines „gemeinsam veranlagten“ Ehepartners. Diese Erfahrungswerte …

  • schreibt das Finanzamt in die Zukunft fort,
  • berechnet darauf deinen persönlichen Steuertarif,
  • verrechnet sie mit bereits erfolgten Vorauszahlungen des Jahres 2017 und
  • verteilt den Restbetrag auf die übrigen Vorauszahlungstermine.

Fällig sind die nächsten Einkommensteuer-Vorauszahlungen am 10. September und 10. Dezember 2017 sowie am 10. März und 10. Juni 2018.

Überzogene Finanzamts-Forderungen?

Falls sich deine Geschäfte im Jahr 2017 nicht so gut entwickelt haben, andere Einkünfte weggefallen sind oder sich deine Lebensumstände geändert haben, liegen die festgesetzten Vorauszahlungen möglicherweise weit über der tatsächlich zu erwartenden Steuerbelastung. In solchen Fällen kannst du beim Finanzamt die Herabsetzung deiner Einkommensteuer-Vorauszahlungen beantragen.

Als Bittsteller musst du dich dabei nicht fühlen: Ein Antrag auf Senkung von Steuervorauszahlungen ist völlig legitim und kommt in den besten Familien und Betrieben vor!

Formloser Antrag auf Senkung von Steuervorauszahlungen reicht!

Für eine solche Anpassung genügt ein formloses Schreiben: Darin teilst du dem Finanzamt mit, dass deine Einkünfte im Jahr 2017 voraussichtlich unter denen des Vorjahres liegen werden. Wenn du einen guten Draht zu deinem Sachbearbeiter hast, reicht oft auch schon ein Anruf. Oft stimmt das Finanzamt dem Antrag auf Senkung der Steuervorauszahlungen ohne Weiteres zu: Du bekommst dann einfach einen geänderten „Vorauszahlungsbescheid über Einkommensteuer“ zugeschickt – fertig.

Nachweise oder andere schriftliche Bestätigungen (etwa die „Betriebswirtschaftliche Auswertung, BWA“ eines Steuerberaters) sind normalerweise nicht erforderlich. Auch Buchhaltungs-Unterlagen musst du nicht unbedingt mitschicken.

Falls du besonders geringe oder gar keine Vorauszahlungen beantragst, kann dein Finanzamts-Sachbearbeiter aber durchaus einen Nachweis über deine voraussichtlichen Einkünfte im laufenden Jahr verlangen. Die Details deines Einzelfalls besprichst du dann am besten mit deinem Steuerberater oder du fragst direkt beim Finanzamt nach.

invoiz-Gewinnermittlung

Falls du mit invoiz arbeitest, kannst du deine Gewinnermittlung im laufenden Jahr mithilfe des „Steuerberaterexports“ glaubhaft machen. Du findest die praktische Funktion im Bereich „Einstellungen“ unter „Steuerberater Export“:

Steuerberaterexport in invoiz

Hier wählst du den gewünschten Auswertungs-Zeitraum (z. B. 1.1.2017 bis 30.6.2017) und klickst oder tippst auf „Erstellen“. Daraufhin erzeugt invoiz zwei PDF-Dokumente:

  • eine Liste deiner Ausgangsrechnungen (mit angehängten Kopien der einzelnen Ausgangsrechnungen) sowie
  • eine Liste deiner Ausgaben (mit sämtlichen Brutto-, Netto- und Steuer-Einzelbeträgen sowie den summarischen Netto- und Bruttowerten).
    Lektüretipp: Du wusstest nicht, dass du auch deine Ausgaben mit invoiz verwalten kannst? Dann lohnt sich ein Blick auf den Beitrag „Schluss mit Zettelwirtschaft: Betriebsausgaben im Rechnungsprogramm erfassen“.

invoiz Screenshot

Dein Finanz- und Rechnungstool


Die PDF-Auswertungen bekommst du dann als ZIP-Archiv zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung des Downloads durch den invoiz-Server kann einen Augenblick dauern. Währenddessen erscheint in der Spalte „Aktionen“ der Hinweis „Wird erstellt“. Anschließend kannst du die Auswertungen per Mausklick oder Fingertipp auf „Herunterladen“ lokal abspeichern.

Noch zwei Hinweise zum Schluss:

  • Die Differenz aus der Summe deiner Ausgangsrechnungen und deinen Betriebsausgaben ergibt deinen vorläufigen Einnahmenüberschuss, den du anschließend einfach aufs ganze Jahr hochrechnest.
  • Es muss übrigens nicht unbedingt eine lineare Hochrechnung sein: Wenn deine Einnahmen in der zweiten Jahreshälfte erfahrungsgemäß niedriger ausfallen, darfst du das durchaus berücksichtigen. Du musst deine Schätzung nur einigermaßen plausibel und glaubhaft machen können.

Noch Fragen?

Was du beim Start in die Selbstständigkeit in Sachen Steuern und Buchführung sonst noch alles beachten solltest und wie invoiz dir dabei hilft, erfährst du auf folgenden Seiten:

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