Kleinbetragsrechnung

Rechnungen bis zu 250 Euro inklusive Umsatzsteuer sind Kleinbetragsrechnungen

Als Erleichterung bei der Rechnungsstellung gedacht, lockert die Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung (UStDV) in § 33 „Rechnungen über Kleinbeträge“ die formalen umsatzsteuerlichen Vorschriften für Rechnungen, deren Betrag sich auf höchstens 250 Euro (inklusive Umsatzsteuer) beläuft, also für sogenannte Kleinbetragsrechnungen. Die Grenze für Kleinbetragsrechnungen wurde vor kurzem rückwirkend zum 01.01.2017 von 150 Euro auf 250 Euro angehoben.

Welche Angaben sind in der Kleinbetragsrechnung Pflicht?

Im Gegensatz zu einer ordnungsgemäßen Rechnung kommt eine Kleinbetragsrechnung mit weitaus weniger Angaben aus. Eine Kleinbetragsrechnung muss lediglich den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmens, das Ausstellungsdatum, die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände bzw. den Umfang und die Art der sonstigen Leistung sowie das Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag dafür in einer Summe und außerdem noch den anzuwendenden Steuersatz ausweisen. Gegebenenfalls sind diese Angaben um den Hinweis zu ergänzen, dass für die Lieferung bzw. sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.

☝ Du willst noch mehr zum Thema „Rechnung schreiben“ wissen?

In unserer invoiz Bibliothek findest du eine umfassende Informationsseite! Einmal hier entlang: „Rechnung schreiben: So geht’s!“

Korrekte Kleinbetragsrechnungen sind wichtig für den Vorsteuerabzug

Auf alle zusätzlichen Angaben sollte verzichtet werden, damit das Recht auf Vorsteuerabzug durch fehlerhafte Angaben nicht gefährdet wird. Denn Unternehmer können die Vorsteuer, d.h. die Mehrwertsteuer, die sie beim Bezahlen von Kleinbetragsrechnungen für betriebsnotwendige Waren und Leistungen, beispielsweise Kassenbelege oder Taxiquittungen, geleistet haben, vom Finanzamt zurückerstattet bekommen.