Lieferdatum

Lieferdatum und Leistungsdatum – genau genommen ist das nicht dasselbe

Das Lieferdatum oder das Leistungsdatum gehört zu den Pflichtangaben auf einer Rechnung. Häufig werden diese beiden Begriffe im alltäglichen Sprachgebrauch synonym verwendet, genau genommen bezeichnen sie jedoch unterschiedliche Vorgänge. Während der Begriff ‚Leistungsdatum’ im Zusammenhang mit Dienstleistungen verwendet wird, bezieht sich der Begriff ‚Lieferdatum’ auf Waren.

Das Lieferdatum bezieht sich auf die Lieferung von Waren

Generell gilt bei Waren der Zeitpunkt der Übergabe als Lieferdatum.

Allerdings gibt es hier einen großen Unterschied in Hinsicht darauf, ob die Ware im Laden oder im Internet gekauft wurde. Wenn ein Kunde vor Ort in einem Geschäft eine Ware kauft und sofort mitnimmt, ist das Datum der Übergabe der Ware, also der Einkaufstag, das Lieferdatum.

Wurde die Ware hingegen bei einem Online-Händler bestellt, gilt als Lieferdatum der Tag, an dem die Ware in den Versand geht, also dem Paketdienst oder Spediteur übergeben wird. In diesem Fall entspricht also das Versanddatum dem Lieferdatum.

Dieser Unterschied ist beispielsweise in Bezug auf das Rückgaberecht oder die Zahlungsfrist von Bedeutung.

Wie muss das Lieferdatum auf einer Rechnung erscheinen?

Bei der Rechnungsstellung lautet die wichtigste Regel: Das Lieferdatum muss aus der Rechnung immer klar ersichtlich sein. Das gilt auch dann, wenn das Lieferdatum mit dem Rechnungsdatum identisch ist. In diesem Fall genügt aber auf der Rechnung folgender Vermerk: „Das Lieferdatum entspricht dem Rechnungsdatum“. Selbstverständlich kann man aber immer auch beide Daten in der Rechnung ausweisen, selbst wenn sie identisch sind.

Als eine weitere mögliche Variante kann in der Rechnung auf den Lieferschein verwiesen werden. Hierbei empfiehlt es sich, die Nummer des Lieferscheins anzugeben. Sollte das Lieferdatum auf dem Lieferschein nicht explizit angegeben sein, darf der Zusatz „Das Lieferscheindatum entspricht dem Lieferdatum“ nicht fehlen.

Fehlt das Lieferdatum oder ein Hinweis auf das Lieferdatum auf der Rechnung, kann das für den Rechnungsempfänger Nachteile mit sich bringen. Denn in solch einem Fall ist der Vorsteuerabzug gefährdet. Daher sollten Unternehmer darauf achten, dass das Lieferdatum in den Eingangsrechnungen immer richtig angegeben ist bzw. darin immer ein Hinweis auf das Lieferdatum enthalten ist.

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Lieferdatum oder Lieferzeitraum?

Wer in einem Monat oder in einem bestimmten Zeitraum regelmäßig oder mehrmals Ware an denselben Kunden liefert, kann diese Lieferungen in einer Sammelrechnung zusammenfassen. Es genügt dann, diesen Kalendermonat als ‚Lieferzeitraum’ auszuweisen. Bezieht sich eine Sammelrechnung nicht auf einen Kalendermonat, sondern auf einen bestimmten Zeitraum, muss der ‚Lieferzeitraum’ sowohl das Anfangsdatum als auch das Enddatum als Angabe enthalten.